29. Februar 2012 by departure

focus Musik, die Erste: The Gap stellt Fragen zur Play.fm App Engine – einem Tool zum “Selberbauen” von Apps

Die Ergebnisse der departure-Förderausschreibung „focus Musik – Neue Töne der Musikwirtschaft“ stehen fest: Aus insgesamt 40 Einreichungen prämierte die international besetzte Expertenjury neun Projekte, die innovative und nachhaltige Impulse für die wirtschaftliche Verwertung von Musik setzen. In den nächsten Wochen werden die einzelnen geförderten Projekte in Kooperation mit The Gap – Magazin für Glamour und Diskurs vorgestellt. Jeweils Montags und Donnerstags. Aus Anlass des heutigen, seltenen Datums haben wir bereits das erste Interview vorgezogen und blicken hinter die Kulissen der Play.fm App Engine. Mehr dazu im nachfogenden Interview von Anna Hoffer und Stefan Niederwieser, die Georg Hitzenberger, CEO und Gründer von Play.fm zur App Engine befragten.

Die Musik ist im Umbruch. Play.fm stellt sich mit einer App Engine – einem Tool zum Selberbauen von Apps mit Anbindung an die Play.fm-Technik – auf die Veränderungen ein. Das Projekt erhielt von departure eine Förderzusage.

Mit einer eigenen iPhone-App hat Play.fm bereits vor etwa einem Jahr für Aufsehen gesorgt. Die Infrastruktur ist da, der eingeschlagene Weg wird jetzt mit der App Engine konsequent fortgesetzt.
Sollten diverse Radios, Clubs und musikaffine Marken sich eine App bauen wollen, die nicht nur ihre Events bei dir um die Ecke anzeigt, sondern mit der du dir auch noch diverse Sets der DJs anhören kannst, die dort spielen werden, dann sind sie bei der App Engine von Play.fm goldrichtig. [Mehr →]

17. Februar 2012 by departure

Die Visualistin LIA im departure-Interview über “Trial-and-Error” als Stil, Pixel als Bauteile und die psychologischen Experimente Wolfgang Köhlers

Du arbeitest schon seit den frühen 1990er Jahren im Bereich der digitalen Kunst, seit 2000 beschäftigst Du Dich auch mit Live-Visuals. So siehst Du Dich selbst einerseits als Künstlerin der „old school“ und gleichzeitig als Teil der avantgardistischen Live-Visualisierungsszene. Ist es nun mehr Spagat zwischen den beiden Szenen oder eine befruchtende Auseinandersetzung?

Ich sehe die Entwicklung meiner Arbeit prinzipiell sehr linear. Mitte der 90er Jahre war sowohl die Geschwindigkeit der Computer als auch die Screengröße (Monitor-Auflösung) sehr begrenzt. Mit der stückweisen Aufhebung dieser Begrenzungen haben sich mir immer mehr Möglichkeiten erschlossen, und so konnte ich im Jahr 2000 beginnen, mir meine eigenen Tools zur Visualisierung von Musik/Sound zu programmieren. Es gab zu dieser Zeit auch schon (wenig) vorgefertigte Software, die erlaubt hat, Videos zu mischen oder in Echtzeit zu bearbeiten bzw. Bildabfolgen live zu komponieren. Aber für mich war es wesentlich interessanter, die von mir bis dahin erzeugten interaktiven Arbeiten mittels Live-Soundinput auf eine andere Ebene zu bringen. Ich fand vorgefertigte Software einfach zu limitierend. Dadurch, dass ich selbst sowohl digitale Kunst als auch meine Live-Visualisierungs-Tools selbst programmiere, gibt es natürlich Überschneidungen zwischen diesen beiden Formen.

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9. Februar 2012 by departure

Christian Fennesz und Lillevan im ARD-Gespräch über “Das EINE Ding, das auf der Bühne passiert …”

Der Ausnahme-Elektroniker Christian Fennesz interpretierte in einer einmaligen Performance gemeinsam mit dem Animations-, Video und Medienkünstler Lillevan das Werk Mahlers für das “lied lab 2011: gustav mahler festival” neu. Die Polarität zwischen klassischer Harmonie und Avantgarde, Mahler-Samples und eigens eingespieltem Material sollte den Geist Mahlers spüren lassen.

Fennesz verwendet Material von Mahler und versucht, es in seine eigene Klangwelt einzubauen. Lillevan vergleicht die Einzigartigkeit der entstandenen Performance – eine Art Live-Collage – mit dem Auftritt mehrerer Jazz-Musiker: „Die haben keine Kabel, die sind nicht synchronisiert miteinander. Sie hören einander zu, sie treten in Dialog und sie spielen. Bei manchen ist es Saxophon und Trompete, bei uns ist es elektronische Musik und elektronisches bewegtes Bild“.

Entstanden ist gemeinsam mit Lillevan eine eigene Komposition aus Ton und Bild. Lillevan, der sich in diesem Projekt und der Zusammenarbeit mit Fennesz auf pure Textur und Lichtintensität konzentriert, verzichtet gänzlich auf Figuratives oder Narratives. [Mehr →]

1. Februar 2012 by departure

Zum Nach-Schauen: Ein Beitrag in der ORF-Sendung a.viso zur DVD-Box “Gustav Mahler Lied Collector’s Edition”

“Holde Lied-Kunst trifft Zeitgeist: Mit den Liedern Gustav Mahlers befasst sich ein spannendes Experiment von der Kreativagentur departure: Zu Aufnahmen renommierter Lied-Interpreten haben Künstler, die sonst eher der Elektronik-Szene zugerechnet werden, so genannte visuals gestaltet: erst für das Lied.lab – Konzertabende im Wiener Radio-Kulturhaus – jetzt sind die Visualisierungen auf sieben DVDs erschienen – in der Sammelbox “Gustav Mahler Lied Collector’s Edition”. Ein Gesamtkunstwerk, das neue Publikumsschichten für die Kunstform Lied begeistern und Einblicke in die Kreationen unterschiedlicher Visualisten bieten soll.” (Text: a.viso)

Es weckt das Lied die Liebe!
Wolfgang Holzmaier, musikalischer Kurator des „lied lab 2011: gustav mahler festival“ [Mehr →]