5. Juni 2013 by departure

im focus: Petar Petrov

departure kooperiert mit dem internationalen Interviewmagazin Freunde von Freunden, um gemeinsam die Wiener Kreativszene vor den Vorhang zu holen. Projekte aus allen Kreativbereichen werden mittels Interviews, Videos und Fotos porträtiert und stehen so beispielgebend für die tatkräftige und lebendige Wiener Kreativwirtschaft.

Der Modedesigner Petar Petrov ist ein wenig schüchtern, aber hat eine entschlossene Art. Er ist groß, schmal und trägt seine selbstkreierte, ganz in schwarz gehaltene Kleidung. In der Ukraine geboren, zog er 1999 nach Wien, um Mode an der Universität für angewandte Kunst zu studieren. Damals wusste er noch nicht, was ihn in dieser Stadt erwarten würde. Doch bereits während seines Studiums gründete Petar sein eigenes Label PETAR PETROV. Mit schlichter, innovativer und eleganter Mode für Männer, die er seitdem jedes Jahr in Paris präsentiert, baute er sich langsam einen Kundenstamm rund um den Globus auf, inzwischen designt er auch Kleidung für Frauen. Beide Kollektionen findet man nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, China und Japan. Damit ist Petar Petrov einer der wenigen Modemacher, der es auch international geschafft hat.

Ein spannendes Interview gibt es zur Gänze hier zu lesen. Ein kleiner Auszug …

Wann bist du von Bulgarien nach Wien gezogen?
Als ich 20 Jahre alt war. Damals kannte ich Wien nicht besonders gut und es hat sich einfach so ergeben. Ich wollte im künstlerischen Bereich arbeiten und habe mir deswegen überlegt, Mode an der Universität für angewandte Kunst zu studieren. Ich hatte Glück und wurde gleich beim ersten Aufnahmeversuch genommen.

Wann hast du beschlossen, dein eigenes Label zu gründen?
Das war ungefähr 2003, aber es gab keinen bestimmten Zeitpunkt. Während meines Studiums habe ich bereits Versuche gemacht, an meinen eigenen Projekten gearbeitet und das ging so weiter Schritt für Schritt. Ich hatte nie das Bedürfnis, Praktika zu machen, es war eher ein „Learning-by-Doing“, wo sich alles so ergeben hat.

Inwiefern unterstützt dich departure bei deinen Projekten?
departure bietet mir die Möglichkeit, weitere wichtige Entwicklungsschritte zu machen. Vor allem dann, wenn ich bestimmte Projekte finanziell nicht alleine realisieren kann, ist die Förderung eine wichtige Stütze und Hilfe.

Warum bist du in Wien geblieben und nicht in eine Stadt gezogen, wo Mode einen größeren Stellenwert hat?
In Wien kann man gut arbeiten und Zeit für sich haben. Außerdem befindet sich hier mein Freundeskreis. Die Stadt ist sehr empfehlenswert, wenn man ab und an die Möglichkeit zum Reisen hat. Dann lernt man Wien wirklich schätzen.

Gibt es etwas, das du in Wien vermisst?
Wien könnte ein bisschen internationaler sein, aber vielleicht entwickelt sich das langsam. Das hat wohl auch seine Vor- und Nachteile.

Schaust du dir an, was in der internationalen Modewelt passiert?
Ja, man muss wissen was passiert, sonst weiß man ja nicht, was man entwerfen soll. Man sollte sich ansehen, was angeboten wird und was es zu kaufen gibt, um etwas schaffen zu können, dass die Leute auch gerne kaufen möchten

Wen hast du vor Augen, wenn du heute deine Mode entwirfst?
Ich wünsche mir, dass meine Kunden selbstbewusst sind und dass meine Kleider ihnen dieses Gefühl auch zurückgeben kann. Ich sehe in der Mode, die ich entwerfe starke und stilsichere Menschen mit einem eigenen Sinn für Mode. Ich habe junge aber auch ältere Kunden, was ich gut finde.

Wie entspannt sich Petar Petrov?
Gar nicht (lacht). Wir haben Zeiten, wo mal weniger und mal mehr zu tun ist. Ich gehe dann gerne auf Flohmärkte, oder in Ausstellungen, treffe mich mit Freunden, oder ich fahre auf Urlaub. Aber das ist Tages- und Jahreszeiten abhängig.

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11. März 2013 by departure

Citybike Wien: Rückschau und Ausblick

Citybike09_05departure freut sich, mit Citybike Wien einen erfolgreichen Kooperationspartner gefunden zu haben, der wegen der regen Nachfrage sein Angebot an Leihrädern beständig ausbaut und dadurch einen wichtigen Beitrag für Wien als smart City leistet:

“Citybike Wien kann wieder auf ein absolut erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken. 10 neue Stationen und der stete Zuwachs an Radlerinnen und Radlern die das Angebot von Citybike Wien nutzen, spiegeln sich auch in unserer Jahres-Statistik wieder. Ein Plus von 25% bei den Fahrten (im Vergleich zu 2011), mehr als 2,3 Millionen gemeinsam zurückgelegte Kilometer (+18%) bekräftigen unser Team in seinem Tun und zeigen uns, wie wichtig Citybike Wien mittlerweile im Leben vieler WienerInnen geworden ist.

Für 2013 ist ein weiterer Ausbau des Stationsnetzes geplant. Da viele Stationen noch in Verhandlung sind wissen wir die genauen Standorte noch nicht, aber ein wichtiger, neuer Umsteigepunkt wird sicher Wien Mitte werden. Wir informieren jedoch unsere Userinnen und User laufend per Newsletter und an den Stationen, über neue Möglichkeiten der Radentnahme und -rückgabe. Allen weiteren Interessierten bieten wir auf unserer Homepage die Möglichkeit sich über aktuelle Stationseröffnungen zu informieren.

Ein weiterer Schwerpunkt im „Radjahr 2013“ wird klarerweise die VELO-CITY Mitte Juni im Rathaus und am Rathausplatz sein. Wir haben die Möglichkeit, sowohl auf der Expertenkonferenz für das Fachpublikum, als auch im öffentlichen Bereich, der Radarena, Citybike Wien zu präsentieren.

Wir sind gespannt; wohin wir uns mit unseren NutzerInnen bewegen und sehen einem ereignisreichen Jahr 2013 entgegen.”

 

25. Juli 2012 by departure

Workshop-Insights – departure/MAK d>lab.01

Werkzeuge für die Design-Revolution – unter diesem Motto fand am 29. Und 30.6. das erste d>lab im Rahmen der Kooperation „design> neue strategien“ von departure und MAK statt.

Um einen Wandel herbeizuführen, braucht es eine Design-Revolution, nach der sich Designerinnen und Designer nicht mehr mit der Gestaltung von immer neuen Variationen von Produkten, sondern mit der Frage befassen, wie Bestehendes weiter- oder umdefiniert bzw. radikal verbessert werden kann. Sagt Harald Gründl vom Institute of Design Research (IDRV) und erprobt diesen Ansatz mit den Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand verschiedener Fragestellungen und Experimente. Von Kaffeepadmaschine bis Kalaschnikow – die Ergebnisse sind hier zu sehen.

Das nächste lab ist am 14./15. September; das Motto diesmal: Design Thinking. Interdisziplinäre Lösungsansätze. Anmelden mit kurzen Motivationsstatement unter d-lab@departure.at

5. Juli 2012 by departure

Kooperation: Türöffner statt Klinken putzen – Eine Gesprächsrunde mit “Die Presse am Sonntag” zum Themencall focus Kooperation

Mit dem  aktuellen Fokus-Call setzt departure auf das Thema der Zusammenarbeit zwischen klassischer und Kreativwirtschaft. Eine Expertenrunde unterhält sich mit der »Presse am Sonntag« über die Möglichkeiten, eine neue Unternehmenskultur entstehen zu lassen.

Von Norbert Philipp und Daniel Kalt
Gesprächspartner: Bettina Leidl (Geschäftsführerin departure), Gerhard Hirczi (Geschäftsführer Wirtschaftsagentur Wien), Doris Rothauer (Door-Opener Kreativwirtschaft), Thomas Jozseffi (Door-Opener klassische Wirtschaft), Adam Wehsely-Swiczinsky (aws designteam)

Im neuen Fokus-Call steht erstmals keine Kreativdisziplin im Mittelpunkt, sondern das Thema „Kooperation“ zwischen klassischer und Kreativwirtschaft. Dieser Ansatz einer, laut begleitendem White Paper, „Transdisziplinarität“ löst die „Interkreativität“ ab, von der davor zu hören war. Soll es etwas handfester zugehen als zuletzt?

 

Bettina Leidl: Das Thema Kooperation ist eine logische Weiterentwicklung. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass der Zugang von Kreativen zum Markt, zu Produktionsmitteln, zum Vertrieb, zu Partnern in der klassischen Wirtschaft ein zentrales  Thema ist. Da wollte ich ansetzen und einen Weg finden, die Bereiche gegenseitig voneinander profitieren zu lassen. Umgekehrt ist es ja so, dass Betriebe der klassischen Wirtschaft, wie man sie in Wien findet, meistens keine großen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen haben. Zugang zu Innovation ist eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und Erfolg.

Muss man aber mit einem Fördercall erst finanzielle Anreize schaffen, damit es zu solchen Kooperationen kommt?  

Leidl: Wir müssen die Öffnung füreinander beschleunigen und die Grenzen zwischen Content-Entwicklung und Produktion aufheben. Es handelt sich diesmal um einen horizontalen Call, an dem alle Kreativdisziplinen teilnehmen können. Auch das war mir wichtig, hier von Anfang an die nötige Breite aufrecht zu erhalten.

In der Ausschreibung ist zu lesen, dass departure für diesen Call mit der Wirtschaftsagentur Wien zusammenarbeitet. Nun ist departure ohnehin eine Tochter der Wirtschaftsagentur – warum weist man also ausdrücklich auf die Partnerschaft hin?

Gerhard Hirczi: Die Zusammenarbeit verläuft bei diesem Call enger als sonst, und die Wirtschaftsagentur betritt damit durchaus Neuland. Dass wir erstmals eine Förderaktion mit einer Tochterorganisation durchführen, ist eine bewusste Entscheidung: departure ist da positioniert, wo die kreative und die klassische Wirtschaft aufeinander treffen. Und wir setzen mit unserem breiten Portfolio genau hier wirksam an, weil wir sehr unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Dadurch können innovative, nachhaltige Projekte ermöglicht werden.
Adam Wehsely-Swiczinsky: Das heißt, im Rahmen des Calls wird departure die Kreativen fördern und die Wirtschaftsagentur die Unternehmer?
Hirczi: So ist das gedacht, ja. departure hat ja eine Richtlinie, derzufolge gewisse Unternehmen gefördert werden, und die Förderabteilung der Wirtschaftsagentur ebenfalls. Die Geförderten werden natürlich nicht merken, welches Mascherl auf der Förderung klebt – denn wichtig ist, dass wir gute Projekte ermöglichen.
Wehsely-Swiczinksy: Ich finde den Call, wenn ich ihn richtig verstanden habe, wirklich sinnvoll. Das Hauptproblem für viele Kreative ist ja der Zugang zu Produzenten und potenziellen Partnern, die erst ihre Design-Awareness entwickeln oder überhaupt Design verstehen müssen. Der nächste Schritt ist ihre Kooperationsbereitschaft und irgendwann auch die Inanspruchnahme von Kreativleistungen ohne Förderung. Doris Rothauer: Ich finde, dass neben dem eigentlichen Förderaspekt der Kooperations-Call zwei Welten näher zusammenrücken lässt. Da geht es um das Aufbrechen von Stereotypen und Fremdbildern zwischen beiden Sparten, darum, dass man die Arbeitsweise, die Unternehmenskultur, die Rahmenbedingungen im jeweils anderen System kennenlernt. Im besten Fall könnte das dazu führen, dass damit die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Zur Begleitung des Fokus-Calls wurden mit Doris Rothauer und Thomas Jozseffi zwei sogenannte „Door-Opener“ bestimmt. Welche Türen werden Sie denn öffnen?

Thomas Jozseffi: Ich bin ja froh, das möchte ich einmal festhalten, dass man jetzt so ein Schritt setzt. Wir dürfen unsere wirtschaftliche Entwicklung nicht isoliert sehen und vergessen, dass Österreich, und damit auch Wien, als Fertigungsstandort ausgedient haben. Vielmehr haben wir Exportaufgaben zu erfüllen und sind einer globalen Konkurrenz ausgesetzt. Da ist Design, sind alle Kreativdisziplinen wichtig. Einen Wettbewerbsvorteil können unsere Unternehmen nur erwerben, wenn sie sich auf das besinnen, was die Menschen zwischen den Ohren haben – den Geist, die Erfindungs- und Schaffenskraft von jedem Einzelnen. Nun sind Frau Rothauer und ich nicht eine Datenbank, die alle Wirtschaftstreibenden und alle Kreativen listet, aber wir haben doch miteinander in der klassischen und der Kreativwirtschaft ein großes Netzwerk. Und wir werden versuchen, Brücken zu bauen, als Übersetzer zu fungieren.

Wie soll das aber funktionieren: Wird man potenzielle Partner zueinander führen? Begleiten sie fix und fertig eingereichte Projekte? Klopfen Sie an bei Unternehmern und sagen, reicht eine Idee ein?

Leidl: Die Anfragen und Beratungsgespräche werden bei departure stattfinden. Möglich sind Projekte, bei denen Kreative und Unternehmer schon zueinander gefunden haben. Oder ein Kreativunternehmer kommt mit einer Idee zu uns, und wir suchen gemeinsam nach einem Partner aus der klassischen Wirtschaft. Oder umgekehrt.
Hirczi: Was zählt ist die Kooperation – denn genau die kann ja zu einem positiven Kulturwandel in einem Unternehmen beitragen. Es geht also nicht, dass jemand mit einem fertigen Produkt kommt und sich einen Partner sucht, der das dann umsetzt. Für uns zählt eine nachhaltige Zusammenarbeit.
Wehsely-Swiczinsky: Aus der Sicht eines Designers ist ja das Schwierigste, durch die Tür zu kommen und den nötigen Grundrespekt herzustellen. Damit eine erfolgreiche Zusammenarbeit stattfinden kann, muss ein Vertrauensverhältnis hergestellt werden. Erst dann kann der eine dem anderen erzählen, was er für seine Firma braucht, welche Probleme er hat.
Rothauer: Das ist auch eine Frage der gegenseitigen Wertschätzung. Um die zu erreichen, muss man vermitteln und moderieren.
Wehsely-Swiczinsky: Auch wenn Herr Jozseffi zuvor gemeint hat, er sei keine Datenbank – aber eine Art Partnerbörse, ein Pool, bei dem Kreative und Unternehmer vermittelt werden, wäre tatsächlich eine gute Sache. Da könnte man auch sagen, ihr kriegt gar kein Geld von uns, sondern wir stellen gemeinsames Coaching und helfen euch dabei, den richtigen Counterpart zu finden.

Sie meinten, am schwierigsten sei es für Kreative, durch die Tür eines Unternehmens zu kommen. Wie haben Sie das geschafft, bei Otto Bock, bei Elan, bei Head?

Wehsely-Swiczinsky: Das meiste funktioniert über Mundpropaganda bzw. man wandert man von Partner zu Partner weiter. Viele Unternehmen kooperieren ja miteinander, und es gibt starke Netzwerke. Für uns war das oft hilfreicher, als durch Eigeninitiative Projekte zu starten, mit denen wir auf potenzielle Partner zugegangen sind. Wenn es jemanden gibt, der für unsere Qualität und Verlässlichkeit bürgt, haben wir natürlich einen Vertrauensvorschuss.
Rothauer: Der Call soll aber über die Möglichkeiten einer reinen Kontaktbörse hinaus aufzeigen, was überhaupt möglich ist, welche Bandbreite an Kooperationen es geben kann. Herausforderungen gibt es für beide Seiten. Wer ein konkretes Produkt hat und mit einem Designer kooperieren will, tut sich wahrscheinlich leichter als jemand, der nach Innovation sucht, aber noch nicht weiß, welches Produkt oder welche Dienstleistung das sein könnte.
Jozseffi: Bis jetzt haben wir hauptsächlich über das Gestalterische geredet, für mich ist Design aber auch Materialforschung, was schon an den Kunstuniversitäten in und um Wien, dazu gehören auch Linz und St. Pölten, gelehrt wird. Wenn wir die Kreativität der in- und ausländischen Studenten mit guten Handwerksbetrieben kombinieren, hier gute Brücken schlagen können, halte ich das ebenfalls für ein wichtiges Signal.

In manchen Bereichen, etwa der Architektur, dem Industrie- oder Kommunikationsdesign, stehen Kooperationen zwischen Kreativen und Bauherren, Produktions- oder Vertriebspartnern an der Tagesordnung. Was entscheidet also über die Förderbarkeit: der Innovationsgrad? Oder kann sich ein Unternehmen so Flagship-Architektur mitfinanzieren lassen? 

Leidl: Wir legen Wert darauf, dass es sich nicht um eine Auftragssituation handelt. Wenn ich mir einen Shop oder meine CI neu gestalten lasse, ist das keine Kooperation, keine nachhaltige Partnerschaft in unserem Sinne.
Rothauer: Kooperation steht für Agieren auf Augenhöhe, es soll kein Verhältnis werden: Hier Auftraggeber, dort Auftragnehmer.

Einmal konkret gefragt: Wenn sich eine österreichische Firma, die im Modebereich tätig ist, etwa eine Textilkette wie Jones oder Kleider Bauer, oder eine Modemarke wie Geiger, einen Designer für eine Capsule Collection ins Boot holt, ist das dann innerhalb der Ausschreibung förderbar?

Leidl: Das kommt drauf an, wie der Designer beteiligt ist, wie das Projekt angelegt ist. Wenn es sich um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit handelt, dann schon. Wenn es sich um einen einmaligen Auftrag handelt, der durch ein Honorar abgegolten wird, dann nicht. Es geht letztlich um kontinuierliche Kooperationen, getragen von Offenheit und Vertrauen.
Rothauer: Umgekehrt könnte ich mir vorstellen dass ein produzierendes Unternehmen an einen Designer mit der Bitte herantritt: Wir möchten innovativer sein, was können wir tun? Und der Designer entwickelt dann eine Strrategie, die sich im genannten Beispiel auch in Form einer Kollektion manifestieren kann. Es handelt sich aber trotzdem um eine andere Herangehensweise, als einfach nur ein Produkt zu beauftragen.
Wehsely-Swiczinsky: Ich möchte dazu bemerken, Lizenzverträge sind nicht immer das Um und Auf. Manchmal ist es in Ordnung, wenn ein Unternehmer das gemeinsam entwickelte Produkt vertreibt, und man kassiert einen Prozentsatz. Gerade in der Kooperation mit KMUs oder EPUs sind aber die Vertriebswege und Netzwerke um vieles kleiner. Da ist es mitunter sinnvoller, dass man etwas für einen Unternehmer entwickelt und dann sagt: Das ist jetzt deines, du trägst das Risiko, ich stehe für den kreativen Teil, und du machst den unternehmerischen Teil. Auch das muss man natürlich kooperativ lösen. Ich finde es aber durchaus in Ordnung, wenn man die Verwertungsrechte in Bausch und Bogen mitverkauft. Bei manchen Aufträgen geht es ja um relativ kleine Stückzahlen, die aber einen hohen PR-Wert für ein Unternehmen haben.

Wenn aber beide Partner eine bestimmte Unternehmensgröße nicht überschreiten, wird eine Kooperation nur schwer ein solches Volumen erreichen, dass das Modell der Umsatzbeteiligung lukrativ ist. 

Leidl: Von unserer Seite gibt es in puncto Projektgröße keine Vorgaben. Wichtig ist mir festzhalten, dass der Call auch für Non-Profit-Unternehmen offen ist. Das Ziel ist der gesellschaftliche Mehrwert, nicht nur der unternehmerische. Es gibt soziale Einrichtungen, die sehr erfolgreich mit Kreativen kooperieren, das darf man auch nicht außer Acht lassen. Wir würden uns auch über Einreichungen mit experimentellem Charakter freuen und sind gespannt, welche Kooperationen sich aus dem Call ergeben.

27. Juni 2012 by departure

“Kooperation” – das Stichwort des aktuellen departure-Themencalls. Wie Kreativ- und Wirtschaftsunternehmen kooperieren können, erzählen ua Wendy&Jim und taliaYsebastian am 28.6. beim departure get together. Zwei Porträts.

Bis 1. Oktober kann man noch einreichen. Und zwar Kooperationsprojekte zwischen Kreativ- und Wirtschaftsunternehmen sowie Unternehmen der Sozialwirtschaft. Diese Projekte und Vorhaben stehen im Mittelpunkt des aktuellen departure-Themencalls “focus Kooperation“. Ziel ist es, die Öffnung der beiden Branchen füreinander zu beschleunigen und die Grenzen zwischen Content-Entwicklung und Produktion aufzuheben. Angesprochen sind Kreativ-, Wirtschafts- und Sozialunternehmen, die im Zuge einer Kooperation ein kreatives, innovatives und nachhaltiges Projekt umsetzen wollen, das im besten Fall in eine dauerhafte Partnerschaft mündet. Dotiert ist der Call, der gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien ausgerichet wird, mit 1,5 Millionen Euro. Die eigens eingesetzten Door-Opener Doris Rothauer und Thomas Jozseffi stehen für die Kommunikation und Vermittlung zwischen Kreativunternehmen und klassischen Wirtschaftunternehmen zur Verfügung.

Beim “departure get together” am 28.6.2012, einer Veranstaltung von departure und The Gap, werden Probleme und Chancen von Kooperationen offen diskutiert. Schwerpunkt am 28.6. ist das Thema Design, am 6.9.2012 geht es um den Bereich Multimedia. Die departure-Förderabteilung steht an beiden Termine für Fragen zum Call Rede und Antwort. Alles Details zum Call finden sich unter www.departure.at

Am 28. Juni sprechen Wendy&Jim und taliaYsebastian beim „departure get together“ über gelungene Kooperationen zwischen Design und Unternehmen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen departure und The Gap. Mehr Informationen dazu auf der departure-Website und auf Facebook.

Vorgestellt werden die beiden vorab im The Gap-Portät:

Wendy&Jim

Wendy&Jim sind im Duo, mit Kooperationen und Auftragsarbeiten erfolgreich. Immer? Beim „departure get together – give and take“ erzählen sie am 28. Juni über gelungene Kooperationen und was noch möglich wäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wendy& Jim – das sind Hermann Fankhauser und Helga Schania, und sie machen Mode. Und das nicht so schlecht. Sie gelten als eines der ganz wenigen Labels, die es in den letzten 10 Jahren auf die internationalen Laufstege und die internationalen Magazine geschafft haben.

Wien > Hyeres > Paris

Das gemeinsame Schaffen begann schon auf der Uni. Gelernt haben sie dort übrigens unter anderem von Helmut Lang und Jean-Charles de Castelbaja. Einige Jahre später traten sie dann sozusagen in die Fußstapfen von Ersterem: nachdem sie am international renommierten Modewettbewerb Festival de la Mode in Hyeres in Südfrankreich teilgenommen hatten, wohin sich die Pariser Modeelite für einen Strandausflug begibt, waren sie nach Helmut Lang eine der ersten österreichischen Modemacher in Paris. Seitdem wird dort jedes halbe Jahr eine Kollektion von ihnen gezeigt. Mit ungewöhnlichen Locations und Präsentationen schaffen sie es von Jahr zu Jahr den Buzz um ihr Label zu erhöhen.

Award und Koops

Hört sich an wie eine Bilderbuch-Erfolgsstory. Und sie geht weiter: 2008 wurden Wendy&Jim zu den Österreichern des Jahres im Bereich Creative Industries gekürt. Die Auszeichnung brachte einige Veränderungen für das Duo mit sich und leitete plötzlich auch Kooperationen mit Industriellen, die auf das Label aufmerksam geworden sind, Stoffherstellern und anderen Sektoren ein. Das Netzwerk konnte dadurch um ganz andere Kontakte erweitert werden.

Dabei waren Wendy&Jim schon immer an Kooperationen unterschiedlichster Art interessiert, seien sie noch so unkonventionell. Ob zusammen mit Kunst, Fotografie oder Musik – wichtig ist nur, dass beide Parteien was davon haben. So gab es beispielsweise eine Kooperation mit Borckenstein, eine steirische Spinnerei. Die Designer hatten die vollkommen neue Möglichkeit, bis zum Garn alles mitzuverfolgen und Borckenstein konnte sich auf Messen mit der Kollektion der Designer darstellen. Ein Musterbeispiel für eine fruchtende Kooperation, die über reine Lohnarbeit hinaus geht.

Mit Nike wurde eine Zusammenarbeit durchgeführt, ein Turnschuh. Nach außen hin ein Nike-Sneaker, aber das Design lies keine Zweifel daran, dass hier Wendy&Jim am Werk waren. Ein aktuelles Projekt wird zusammen mit dem Augarten realisiert: mit der Saint Charles Apotheke wurde ein Parfüm entwickelt, für das der Augarten jetzt Parfum-Flakons aus Porzellan entwirft.

Sounds Like Wendy&Jim

Auch die Musik bleibt bei Wendy&Jim nicht unbeachtet und man arbeitete für die Unterwäschekollektion Hell&Wendy&Jim mit dem großen DJ Hell zusammen. Und so sorgen die Modedesigner Wendy&Jim seit 15 Jahren mit ungewöhnlichen Kollaborationen und Kooperationen und viel Kreativität und Schwung in der Modewelt.

Ihren Stil bezeichnen die Designer selbst übrigens als trocken und langsam, als Mode von Normalos – ganz nach dem Motto ihres Labelnamens Wendy&Jim – für Normalos beider Geschlechter. Ihre Arbeitsweise ist das bestimmt nicht.

 

taliaYsebastian

Als Duo haben sich taliaYsebastian mit Kooperationen und Aufragsarbeiten einige Sporen verdient. Beim “departure get together – give and take” erzählen sie von gelungenen Kooperationen und was noch möglich wäre.

taliaYsebastian – allein der Name lässt bereits auf die Internationalität des Wiener Design-Duos schließen. Talia Radford, Spanien, und Juan Sebastián Gómez, Kolumbianer, gründeten 2011 ihr kleines Industrial-Design-Studio mit ziemlich einzigartigem Ansatz.

Nach Praktika in Indien und Hong Kong sind sie bereits ziemlich erfolgreich, die Liste der bisheriger Preise scheint endlos: 2007 James Dyson Innovation Award und Ausstellungsteilnahme in New York. 2011 Victor Papanek Social Design Award, Finalisten EESC Design ZeroNine, Gestaltung des Österreichbeitrags BIO 2011. Gerade nehmen sie an der Made4You – Design für den Wandel – Ausstellung im MAK in Wien teil und haben sich kürzlich den Red Dot Design Award für Produktdesign gekrallt. Und das war jetzt nur ein Ausschnitt.

Human Design x Social Design

Die Namen der Preise lassen schon erahnen, dass taliaYsebastian sehr vielfältig arbeiten. „Human Design“ nennt das spanisch-kolumbianische Duo ihre Ausrichtung. Oder Social Design. Was man sich darunter vorstellen kann, hat The Gap in einer Coverstory im Oktober 2011 beschrieben. Für taliaYsebastian ist der Mensch Teil der Natur und Gesellschaft und den Zyklen, die sich daraus ergeben. Und darum geht es ihnen: einen positiven Einfluß auf die Gesellschaft bewirken.

Kollaborativ, konspirativ, kooperativ

So arbeitete man gemeinsam mit NUK Deutschland am Projekt PATO, eine Zahnungshilfe, die Babies auch an die Mundhygiene heranführt. Derzeit kümmert sich das Designduo um „Thirst“, ein Entwicklungsprojekt das sich auf autarke Wasseraufbereitung in Nepals Gebirgsregionen konzentriert. Die Kooperation bindet Organsationen aus Amerika, Nepal und Europa ein. Wichtig sind gleich drei Ebenen: Experten aus den Organisationen und erfahrenen Social-Designer, sowie die direkten Nützer dieses sozialen Projekts.

Kürzlich ist den Gehirnwindungen von taliaYsebastian eine neue Idee entsprungen. Sie peilen eine Zusammenarbeit mit dem weltweiten Leuchtmittelhersteller Osram an, wobei sie mit den zukunftsträchtigen OLED-Lampen arbeiten möchten.

Weltverbesserungswaffen

Was also wollen taliaYsebastian mit ihrem Design erreichen? „Design verstehen wir als Axis-Punkt zwischen Expertisen und impactvollen Lösungen“, sagen sie selbst. Es geht ihnen nicht um reine Objekte, sondern um Wandel. Um sozialen Wandel, um den Wandel des Bewusstseins bei den Menschen, um den Wandel des Konsumverhaltens. Es geht ihnen um Lebensqualität.

2. April 2012 by departure

focus Musik, die Siebte: Siluh Kickoff Europe schafft für Labels und Bands auch außerhalb der heimischen Grenzen ein Netzwerk. Wie das geht, erfährt Stefan Niederwieser im Interview mit Bernhard Kern.

Die Musik ist im Umbruch. Das Siluh Kickoff Europe stellt sich mit einer systematischen Internationalisierung von Services für Bands auf die Veränderung ein. Das Projekt erhielt von departure eine Förderzusage.

Siluh betreut derzeit Dust Covered Carpet und M185, obwohl sie nicht auf Siluh veröffentlichen. Das macht für diese Bands Sinn, weil das Label bereits eine Reihe von internationalen Kontakten aufgebaut hat, die – so die Überlegung – nicht für jede Band aus Österreich neu geknüpft werden müssen. Diese Kontakte bestehen in verschiedensten Bereichen: vom Vertrieb der Musik über Booking-Agenten, die Möglichkeit Showcase-Gigs auf wichtigen Festivals oder Konferenzen zu bekommen oder auch einen Promotion Plan für andere Ländereien zu machen. Man hat also ganz schön viel Wissen gesammelt, das man auch anderen zur Verfügung stellen will. Gegen einen kleinen Obolus versteht sich. Damit wird Siluh zu einer Art Beratungsagentur, Consulting könnte man sagen – auch wenn das die Macher des Siluh Kickoff Europe nie sagen würden.

Mittelfristig soll dieses Programm auch für internationale Bands offen stehen. Oder für andere Labels. Dabei ist es für Siluh Kickoff Europe essenziell in anderen Ländern verlässliche Partner zu finden – „wo verlässlich Mails beantwortet werden“, wie das Bernhard Kern am Telefon treffend formuliert. In Spanien und Benelux würde das schon sehr gut funktionieren. Frankreich und Deutschland sind dabei vorerst die wichtigeren Ziele als Großbritannien.

Stefan Niederwieser von The Gap hat Bernhard Kern zu Siluh Kickoff Europe interviewt. [Mehr →]

29. März 2012 by departure

focus Musik, die Sechste: Wie sich das mobile Ticketing-Service “ntry” am dichten Ticketing-Business breit machen will, erfragt Stefan Niederwieser von Hannes Tschürtz

Die Musik ist im Umbruch. Das ntry stellt sich mit einem mobilen Konzert-Ticket Service auf die Veränderung ein. Das Projekt erhielt von departure eine Förderzusage.

ntry will sich am dichten Ticketing-Business breit machen. Das wird derzeit eigentlich von ein paar großen Konzernen besetzt. Und deren Geschäft läuft gut, der Event-Sektor war lange der Wachstumstreiber und Hoffnungsanker der Musikindustrie. Vielleicht lief das Geschäft sogar so gut, dass verschiedene Services wie Ö-Ticket oder Wien Ticket es bisher verschlafen haben, Apps für den einfachen Ticketkauf für unterwegs zu veröffentlichen. Auch Skalar Music hat bisher keine App für Tickets – die Agentur veranstaltet immerhin Festivals wie das FM4 Frequency oder das Nova Rock. Diese Festival-Schwergewichte liegen aber einstweilen ebenso wie Konzerte in der Stadthalle für ntry ohnehin außer Reichweite. Bei ntry soll es die Masse an kleineren Konzerten richten.

Über die Jahre haben die Macher hinter ntry mit Ink Music bereits reichlich Erfahrungen im Event-Bereich gesammelt, die Booker wissen, welche Festivals und Locations verlässliche Partner sind, Bands können immer wieder im Feldversuch sehen, wie das Service läuft. Und man kann damit auch bestimmen, falls Tickets exklusiv über ntry verfügbar sein sollen. Vor allem aber war der Schritt zum mobilen Ticketing-Service fast überfällig. In anderen Ländern gibt es bereits eine Reihe von solchen Apps, in Österreich sind mittlerweile auch genügend Smartphones im Umlauf – gerade bei jungen Musikfans –, damit ein Service wie ntry auch ökonomisch Sinn macht.

Am 9. Mai wird ntry mit einem Konzert von Who Made Who offiziell eingeweiht, Karten werden exklusiv über ntry verschenkt, und zwar über: https://ntry.at/hi

Indie-CEO Hannes Tschürtz hat Stefan Niederwieser von The Gap Fragen zu nrty beantwortet. [Mehr →]

12. März 2012 by departure

focus Musik, die Fünfte: PhonicScore verwandelt den Tablet-Coputer in ein digitales Notenpult. Was dahinter steckt, erzählt Matthias Uiberacker Anna Hoffer von The Gap

PhonicScore ist eine neuartige Software zur Darstellung von Partituren, die Tablet-Computer zu einem digitalen Notenpult macht und einem obendrein das Umblättern abnimmt. departure fördert die Weiterentwicklung des Programms.

Mit der Entwicklung von PhonicScore bietet die seit 2011 bestehende OG yellow8 eine innovative Form der Notendarstellung. Digitalisierte Partituren werden zunächst auf einen Tablet-Computer geladen und mithilfe der Software die von den Musikerinnen und Musikern gespielten Töne analysiert. Die aktuelle Position im gespielten Stück wird angezeigt und es wird automatisch umgeblättert bzw. weitergescrollt und die Genauigkeit der gespielten Töne dargestellt, ferner kann es als Stimmgerät genutzt werden. Im Laufe der nächsten Wochen wird der Prototyp vergeben und auf seine Praxistauglichkeit getestet. Mit der von departure bereitgestellten Fördersumme arbeiten die drei Entwickler Florian Kruse, Oliver Hörbinger und Matthias Uiberacker an der Verbesserung des Echtzeitalgorithmus zur Notenerkennung und an der Erweiterung bzw. Verbesserung einer Orchesterversion. 2013 soll diese auf den Markt kommen.

Matthias Uiberacker, der bei der Entwicklung unter anderem für den musikalischen Input sorgte, gab dazu ein Interview. [Mehr →]

8. März 2012 by departure

focus Musik, die Vierte: Stefan Niederwieser und Thomas Heher im Gespräch über das wavesnet – eine europäische Vernetzungsplattform

Die Musik ist im Umbruch. Das wavesnet stellt sich mit einer europäischen Vernetzungsplattform und einem Tool zur Organisation von mittleren bis großen Events auf die Veränderung ein. Das Projekt erhielt von departure eine Förderzusage.

Hinter dem wavesnet stehen die Macher des Waves Vienna Festivals, das 2011 erstmals stattfand. Einige zentrale Ansätze des Festivals werden mit dieser Plattform weitergedacht. Denn ein Festival mit dem Schwerpunkt West-Ost-Vernetzung schreit förmlich nach einfachen Standards für Austausch und Vernetzung. Wenn eine Band aus Serbien oder ein Partnerfestival beim wavesnet mitmachen, sollen sie etwas Erwartbares dafür bekommen. Bands aus Westeuropa berichten umgekehrt von beeindruckenden Live-Erfahrungen beim Touren, aber fehlenden Strukturen in Osteuropa. wavesnet will diesen gegenseitigen Kulturtransfer auf eine regelmäßige und planbare Basis stellen. Denn obwohl der Eiserne Vorhang schon mehr als zwanzig Jahre gefallen ist, sind Tourstopps in Budapest, Warschau und Bukarest in den Kalendern großer Bands noch exotische Ausnahmen. Davon sollen mittelfristig dann auch Musiker und Künstler aus Österreich etwas haben – so zumindest die Vorstellung der Projektmacher des wavesnet.
wavesnet ist ein Projekt der Monopol Medien GmbH, die auch Eigentümerin von The Gap ist.

Stefan Niederwieser von The Gap hat Festivaldirektor Thomas Heher zum Launch von wavesnet befragt. [Mehr →]

5. März 2012 by departure

focus Musik, die Dritte: The Gap stellte Christina Nemec Fragen zur Diskursplattform “comfortzone post” und zum Aufbau eines internationalen Vertriebssystems

Die Musik ist im Umbruch. comfortzone stellt sich mit einem internationalen Vertriebssystem und einem diskursiven Newsletter auf die Veränderung ein. Das Projekt erhielt von departure eine Förderzusage.

Seit 2009 besteht das Label comfortzone und versucht seitdem, feministische und queere Positionen in der elektronischen Musikszene zu vertreten und eine Plattform dafür zu geben. Der stilistische Rahmen bleibt dabei eher undogmatisch, sodass Stücke der Klangforschung bis hin zu Clubsounds auf den bisherigen Platten zu finden sind.

Mit der departure-Förderung soll der Aufbau eines internationalen Vertriebssystems bzw. der Vertrieb über Trost gestärkt werden. Außerdem wird ein zweimal jährlich erscheinender englischsprachiger Newsletter ins Leben gerufen, der Raum für Diskurs schaffen und den klassischen Promotext damit ablösen soll. Dieser diskursive Impuls ist laut Mitbegründerin Christina Nemec als Reaktion auf die Verlagerung des Musikmarktes ins Internet zu verstehen. Der Newsletter soll in Zusammenarbeit mit namhaften Musikjournalisten und Journalistinnen entstehen und relevanten Magazinen beigelegt werden.

Christina Nemec oder Chra, wie ihr musikalisches Alter Ego lautet, hat dazu ein paar Fragen beantwortet. [Mehr →]

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