26. Januar 2012 by departure

“Klassik im richtigen Ambiente funktioniert genauso für uns wie ein Rockkonzert” – das Visualistenduo Valence im Gespräch mit departure

Das Visualistenduo Valence – Michael Zagorski und Markus Raffelsberger – übersetzte die “Frühen Lieder”, “Lieder eines fahrenden Gesellen”, “Kindertotenlieder” und “Rückert Lieder” aus dem Liedwerk Gustav Mahlers für die DVD-Edition “Gustav Mahler Lied Collector’s Edition” in ihre Bildsprache. Michael Stallknecht hebt in seiner Rezension der DVD-Edition in der Süddeutschen Zeitun gdie Arbeit in der beiden insbesondere bei der Umsetzung der “Kindertotenlieder” hervor: [...] “Doch seine Berechtigung beweist das Experiment am heikelsten Punkt: bei der Umsetzung der „Kindertotenlieder“ durch das Künstlerduo Valence. Rund um schwarze Umrisse einer weiblichen Gestalt flackern da Kratzspuren, Lichtflecke, Bildnegative, die Ahnung einer Berglandschaft vorüber, wackelnd wie ein alter Film und pulsierend wie ein Wimpernschlag. Das vermittelt unmittelbar die verstörende Atmosphäre der Lieder: eine Erinnerung, die so schmerzhaft ist, dass sie kaum an die Oberfläche will.”
Im Interview mit departure erzählen die beiden von ihrer Arbeit und dem Neuland der Visualisierung von klassischer Musik und Literatur.

Wer ist „Valence“ und was steckt dahinter?

Valence ist ein Designstudio mit den Schwerpunkten Grafik, Illustration und Motion Graphics. Das Studio wurde 2005 von Michael Zagorski und Markus Raffelsberger gegründet.
Valence erzählt fantastische, visuelle Geschichten mit einer einzigartigen markanten Ästhetik und einem hohen Wiedererkennungswert. Veröffentlichungen in den international renommierten Designbüchern „Illusive“ und „Freistil:Black“ zeigen die unverwechselbare Ausdruckskraft der grafischen Arbeiten. Sie stimulieren sowohl Auge als auch Fantasie, sind geradlinig und komplex, filigran und großflächig, von Musik, Mode und urbanem Lebensstil inspirierte hybride Mischungen aus digitalen und analogen Techniken. Das Resultat ist eine große Bandbreite an Kunden aus Musik, Werbung, Kunst und Kultur. [Mehr →]

17. Januar 2012 by departure

Als die Lieder laufen lernten … Eine Rezension der DVD-Edition “Gustav Mahler Lied Collector’s Edition” von Michael Stallknecht in der Süddeutschen Zeitung

Eine DVD-Box versucht sich im Crossover von Klassik und Videokunst

Liedsänger, scherzte die legendäre Musikparodistin Anna Russell einmal, beurteile man wie Käsesorten: „Je älter und verfaulter sie sind, desto besser.“ Keine andere Form ist in ihrem Habitus so eng mit dem Bildungsbürgertum verknüpft wie das klassische Kunstlied. Je mehr die Schicht schwindet, die den Lyrikkanon zwischen Goethe, Mörike und Altenberg pflegt, desto eher verschließt sich auch der Zugang zu den entsprechenden Vertonungen von Schubert, Wolf und Berg. Hinzu kommt, dass die meisten Konzertsäle zu groß sind für die Intimität des Genres und das Publikum zu klein, das Sänger unterhalb der absoluten Topliga zu schätzen weiß. Dass sich nichts so schlecht verkaufe wie Liederabende – darüber lamentieren Konzertveranstalter seit Jahren.

So stellt sich das Künstlergespann „Valence“ die „Kindertotenlieder“ vor: als s verschwommenes Erinnerungsbild. [Mehr →]

13. Januar 2012 by departure

“Blau ist die Farbe Deines gelben Haares…” Die Visualistin annablume im departure-Interview

“Unwesentlich weniger abstrakte Motive arrangiert die Visualistin annablume zu den Rückert-Liedern rhythmisch so faszinierend sensibel und bis auf die Achtelnote genau, dass im verdunkelten Raum die Synästhesie auch das Ohr neu erweckt.”

(Michael Stallknecht in seiner Rezension über das Seherlebnis, das annablumes Visualisierung von Gustav Mahlers “Rückert-Liedern” auf der “Gustav Mahler Collector’s Edition” bietet. Die Rezension dieser 7-DVD-Box erschien am 13.1.2012 in der Süddeutschen Zeitung.)

Woher kam die Inspiration zu Deinem Pseudonym „annablume“? [Mehr →]

23. Dezember 2011 by departure

Das Visualisten-Kollektiv LWZ im Interview mit Heinz Wolf: „Wie wenn man einen einzigen, tiefen Schacht durch ein rätselhaftes Bauwerk graben würde“

LWZ sind Flo Gläser, Martin Lorenz, Peter Mayer, Stefan Salcher, Tobias Schererbauer, Michael Seiser, Gabriel Schönangerer, Markus Wagner und Markus Wipplinger. Das Visualisten-Kollektiv widmet sich in seiner aktuellsten Arbeit dem Liedschaffen Gustav Mahlers und beruft sich dabei auf Sigmund Freud.

Vor kurzem ist die von departure produzierte „Gustav Mahler Lied Collector’s Edition“ erschienen, eine siebenteilige DVD-Box mit Visualisierungen zu Mahlers Liedschaffen. Ihr seid mit einer visuellen Arbeit zum Liedzyklus „Des Knaben Wunderhorn“ vertreten, die auch im Rahmen des lied lab 2011 im ORF RadioKulturhaus live präsentiert wurde.
Eure musikalische Sozialisation fußt im Hardcore der 1990er Jahre, zudem seid ihr in der Wiener Clubkultur verankert und wagt jetzt einen Ausflug in die Klassik. Wie sehr unterscheiden sich da eure Zugänge, Methoden und vor allem die Ergebnisse?
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13. Dezember 2011 by departure

Lust, Tod, Leiden, Liebe: The Gap über die kürzlich erschienene “Gustav Mahler Lied Collector’s Edition”

von Michael Kirchdorfer

Der österreichische Soundpionier Fennesz begibt sich mit dem Berliner Videokünstler Lillevan auf die Suche nach Mahlers Melancholie. Die Spur endet in einem Remix, der Reminiszenz und Symbiose zugleich ist.

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7. Dezember 2011 by departure

Visualistin Victoria Coeln über Lichträume, Mathematik und den Stephansdom als Off-Space

Du hast an der Akademie der bildenden Künste studiert – parallel Mathematik. Die Frage liegt nun nahe, wie Du zur Visualisierung gestoßen bist?

Meine Leidenschaft für Farbe und die Liebe zur Mathematik haben mich direkt zur Arbeit mit Licht geführt. Das Aufbauen von Lichträumen erfordert vielschichtiges Denken, das besonders gut in der Mathematik trainiert wird. Lichträume, Chromotope, bilden die Basis meiner Arbeit und natürlich auch meiner Visualisierungen, die ja im Grunde nichts anderes als gespeichertes Licht sind. Auf Einladung von Barbara Wally hatte ich Elfriede Jelineks, Olga Neuwirths und VALIE EXPORTs Farbschatten in speziell für die Begegnung der drei Damen konzipierten Lichträumen fotografiert. Die Serien wurden im ACF New York (Austrian Cultural Forum) in deren Gruppenausstellung gezeigt. Ich hatte das Glück, daraufhin von Christoph Thun-Hohenstein, dem damaligen Leiter des ACF, zu den ersten Visualisierungen – Festival Mostly Operetta – eingeladen zu werden. Dieses Format war für mich sofort extrem spannend und ist es heute immer noch!

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2. Dezember 2011 by Beate Lex

Visualisten-Duo Luma.Launisch im departure-Interview anlässlich der Verleihung des Content Award

Herzliche Gratulation zum Gewinn des Content Award in der Kategorie Visuals! Wir sind neugierig: Was macht ihr mit der Gewinnsumme von 5.000 Euro?

Herzlichen Dank! Wir wurden mit der Auszeichnung vollkommen überrascht. Als wir die anderen wirklich sehr starken Einreichungen gesehen haben, hätten wir nie gedacht, den Award zu gewinnen. Jetzt sind wir natürlich doppelt happy. Das Preisgeld ist quasi schon ausgegeben: wir investieren in eine neue Kamera und Objektive und ins nächste Projekt.

Innenweltkosmos, Live-Show, Foto: Claudio Farkasch

Der Gewinnerbeitrag „Innenweltkosmos“ wurde auf der diesjährigen Eröffnung des sound:frame Festivals erstmalig gezeigt. Ist die gezeigte Bühnenschau ein integraler Bestandteil von „Innenweltkosmos“? [Mehr →]

25. November 2011 by departure

LUMA.LAUNISCH haben den Content Award in der Kategorie “Visuals” gewonnen!

Bereits zum dritten Mal wurde heuer von der ZIT der „Content Award Vienna“ ausgelobt, um die lokale Medienwirtschaft und Kreativszene zu stärken. Im Rahmen der Content Award Night wurden gestern Preise in der Höhe von insgesamt 40.000 Euro in den Kategorien Games, animierte Shorts, mobile Applikationen, animierte Characters, Visuals sowie der Publikumspreis/Open Category feierlich verliehen. Der Content Award Vienna richtet sich an ProduzentInnen medialer Inhalte, die ihre Formate wirtschaftlich verwerten und sich dazu mit neuen Geschäftsmodellen im digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Die mit internationalen ExpertInnen besetzte Jury wählte die besten Projekte aus. Wir gratulieren LUMA.LAUNSCH zum Gewinn von 5.000 Euro in der Kategorie “Visuals” und ebenso jenen in dieser Kategorie Nominierten!

GewinnerInnen aller Kategorien unter www.contentaward.at

Gewinner in der Kategorie “Visuals”: LUMA.LAUNISCH mit “Innenweltkosmos”
www.lumalaunisch.com


Gesamtshow: 60 min // Trailer: 3’30

Die Jury hat die Entscheidung wie folgt begründet: Bei „Innenweltkosmos“ beeindruckt das Gesamtkonzept: das herausragende Zusammenspiel von Musik und Visuals, Bühnen-Outfit und immersivem Bühnen-Setup. Diese Produktion beweist einmal mehr, dass die Summe mehr ist, als die einzelnen Teile. Es ist zudem ein innovatives Konzept-Album entstanden, das im Club präsentiert wird. „Innenweltkosmos“ bietet sich für die weitere mediale Verwertung an. [Mehr →]

16. November 2011 by Beate Lex

Tagtool: Die elektrische Gitarre des Visual Artist

Für visuelle KünstlerInnen gibt es eine ganze Bandbreite an digitalen Werkzeugen. Jedoch wenige, die spontanem und künstlerischem Arbeiten in einer Live-Situation gerecht werden. Aufbauend auf dem vielfach ausgezeichneten und international erfolgreichen Projekt Tagtool – ein Open Source-Software für Live-Performance-Malerei und -Animation – entwickelt OMA International momentan eine neuartige Visuals-Software, die auf Tagtool aufbaut. Diese erste umfassende Softwarelösung für performative digitale Malerei ist ein intuitives, spielerisches und kollaboratives Performance- und Produktionstool für Künstler, VJs und Kreative. Die neue Tagtool-Software ermöglicht es KünstlerInnen, sich voll auf Inhalt und Ausdruck ihrer Arbeit zu konzentrieren. Die vielfältigen Anwendungsgebiete der Software reichen von Architekturprojektion, Konzert- und Club-Visuals, vom Einsatz auf der Bühne und für Kunstinstallationen in Galerien über Animation und Post-Production. Tagtool wird voraussichtlich in drei verschieden gewichteten Varianten angeboten werden.

In diesem Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks sprechen die Macher von Tagtool über Idee und Umsetzung, die AnwenderInnen und die geplante Weiterentwicklung von Tagtool.

OMA International versteht sich als unabhängige Produktionsfirma in den Bereichen Kunst und Unterhaltung. Das Angebot umfasst u.a. Live-Shows mit hohem künstlerischem Anspruch für die Bühne und den öffentlichen Raum.

departure fördert im Rahmen von departure classic die technologische Entwicklung und das Design der drei Softwareprodukte sowie erste Vermarktungsschritte.

7. November 2011 by departure

Franz Hergovich, mica – music austria, im departure-Interview anlässlich des Wettbewerbs TonBild 2011

Das music information center austria, kurz: mica, hat heuer zum ersten Mal den Wettbewerb TonBild 2011 ausgeschrieben. Bis zum 11.11.2011 sind Musikschaffende aller Genres und Visual Artists aufgerufen, ihre audiovisuellen Arbeiten aus dem Jahr 2011 einzureichen. Wir haben anlässlich des Wettbewerbs ein Emailinterview mit Franz Hergovich, Projektleiter und Fachreferent Pop, Rock & Elektronik bei mica, geführt.

Welche Gründe haben dazu geführt, den Wettbewerb auszuschreiben?
Die Visualisierung von Musik ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Auf der einen Seite aus ästhetischer Sicht – die Wahrnehmung von Musik hatte natürlich schon lange auch einen hohen visuellen Aspekt, von der Live-Darbietung bis zu Covergestaltung von Tonträgern, dieser musste aber speziell durch „gestaltlose“ digitale Musikfiles und die oftmals fehlende Bühnenpräsenz elektronischer Acts & DJs neu entworfen werden, dabei haben sich spannende Entwicklungen ergeben. Auf der anderen, wirtschaftlichen Seite ist Video zu einem unerlässlichen Vermarktungstool geworden und sind Erlöse aus der Verwendung von Musik in Filmen wichtiger Bestandteil einer umfassenden Verwertung für Musikschaffende und die Musikwirtschaft geworden.
In Österreich gibt es bereits eine Vielzahl an wunderbaren Arbeiten, Projekten und KünstlerInnen – eine Vielzahl von ihnen übrigends erfreulicherweise Frauen – die in diesem Feld arbeiten. Deshalb haben wir auch Ende letzten Jahres einen Artikelschwerpunkt zum Thema „Musik für Film und Medien“ auf www.musicaustria.at gestartet. Der Wettbewerb TonBild 2011 soll nun mithelfen aufzuzeigen, dass viele dieser Arbeiten qualitativ auf einem hohen internationalen Level stehen. Dies sollte in weiterer Folge zu entsprechender Aufmerksamkeit bei Publikum und Medien führen. [Mehr →]

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